Nordwesten:
Respekt und Resonanz
Jede Lebensform hat das Recht auf ihr Dasein und ihre eigene Bestimmung. In Kulturen, in denen schamanische Traditionen lebendig sind, ist das ganz selbstverständlich. Dies wurzelt in dem tiefen Bewusstsein, dass alles mit allem verbunden ist. Aus dieser Einsicht erwächst Respekt gegenüber der ganzen Schöpfung und das Verständnis für die „Andersartigkeit von anderen“. Mit dieser Grundhaltung wird auch immer wieder das eigene Sein (inklusive Probleme, Leid, Verletzungen, individuelles Unbehagen) relativiert. In unserem Alltagsbewusstsein betrachten wir die Welt meist durch unsere ganz eigene Brille, bewerten, haben unsere Erfahrungen aus denen auch Vorurteile wachsen können, richten unsere Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Dinge, lassen anderes außer Acht. In der „schamanischen Welt“ allerdings werden diese Filter der Wahrnehmung weitestgehend weg gelassen. Es geht nicht mehr um Vergleichen, Bewerten, Beurteilungen oder Selbstwichtigkeit (mehr dazu auch im Kapitel „Die 7 Hellen und 7 Dunkle Pfeile“ im Audio-Workshop „Der unsichtbare Schamane“). Erst diese neutrale Einstellung ermöglicht ganzheitliches Fühlen, Denken und Handeln. Viele spirituelle Richtungen üben sich daher in allererster Linie in den Disziplinen der Hingabe und Leere
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Auch moralische Werte, die von Menschen gemacht worden sind, sind zumeist Filter, die vieles unmöglich machen. Sie stellen daher für SchamanInnen keine Richtlinien dar. In den meisten schamanischen Schulen existieren daher nur einige wenige „kosmische“, „heilige“ oder „universelle“ Gesetze, denen sich schamanisch lebende Menschen verpflichtet fühlen (siehe dazu auch die Richtung Nordwesten im Kapitel „Die 20 Kräfte der Welt“ im Audio-Workshop „Der unsichtbare Schamane“).
SchamanInnen aller Traditionen sind sich nicht nur ihrer Taten, sondern vor allem auch der Kraft ihrer Gedanken bewusst. Wir alle senden ständig – ob wir es wollen oder nicht – Impulse nach außen. Diese treffen auf Resonanzfelder anderer und bringen sie zum Schwingen. Das beinhaltet auch, dass wir von jenen Energien angezogen werden, die möglichst schnell mit unserer eigenen Energie mitschwingen. Denn: Energie folgt unserer Aufmerksamkeit: je nachdem, worauf wir sie lenken, das wird gestärkt. Es liegt in unserer Entscheidung, was wir aussenden und anziehen! Die moderne Psychologie kennt die Begriffe Spiegelneuronen und Resonanzgesetz. Ein Wissen, das in uralten schamanischen Traditionen bereits bekannt ist. Schamanisch lebende und arbeitende Menschen wenden dies gezielt an, um Balance und Einklang herzustellen. Und können so oft unglaubliche Heilungs- und Transformationsprozesse für einzelne und das Kollektiv bewirken. Eine wesentliche schamanische Grundhaltung liegt also in der Wertschätzung für alle Lebensformen – in Gedanken, Gefühlen und Taten. Im übrigen – zu diesen vielfältigen Lebensformen gehörst du auch selbst! Der Respekt gilt also auch dir selbst, deinem Leben und Wachstum und allem, was dich ausmacht.
Eine Reihe von schamanischen Wochentipps bietet spannende und erhellende Experimente, die dieses Wissen veranschaulichen und erlebbar machen.
Kernsatz: Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Böses. Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht. Sextus Empiricus, gr. Philosoph, 2. Jhd. n. Chr.


Ich danke Sehr für den hilfreichen Wochentipp.
Das hat sehr gut zu mir gepasst.
Ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Ute