Schamanisch wirkende Menschen schaffen es einerseits, Verbindung zu den verschiedensten Daseinsformen herzustellen, andererseits können sie Distanz wahren, gegenüber allem, was gerade nicht förderlich ist. Sie schaffen Räume – mentale und physisch greifbare, in denen vielfältiges Erleben möglich wird (siehe dazu z.B. auch das Kapitel „Steinkreis legen und Flüstern der Kräfte“ im Audio-Workshop „Der Unsichtbare Schamane“). Dazu gehört auch die Kunst der Abgrenzung – äußerlich und auch in der innerlichen Haltung.Um Verbindung oder Abgrenzung herzustellen ist es unerlässlich, sich mit möglichst vielem vertraut zu machen. Erst wenn wir etwas kennen, benennen können, die Essenz spüren, wissen wir, woran wir sind. SchamanInnen können sich der Unterstützung von Krafttieren, Ahnenwesen, Bäumen, Steinen, von Rasselklang und Trommelrhythmus erst sicher sein, wenn sie dazu eine wirkliche Verbindung haben. Das bedeutet viele Begegnungen und Übung. Und sie wissen, woher Unbehagen, Schwierigkeiten und Gefahren kommen könnten, weil sie sich dem schon gestellt haben. Mit Hilfe der schamanischen Wochentipps wird immer wieder trainiert, einen Zustand zu erreichen, in dem man sich persönliche Räume schaffen kann, in denen wir uns in jeder Lebenslage unabhängig von den äußeren Umständen wohl fühlen. Damit schaffen es Schamaninnen und Schamanen, einen Zustand zu erreichen, in dem sie in sich selbst „zuhause“ sind und damit in alles eingebunden sein können.
Kernsatz: Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum. Laotse, Tao Te King


