Westen:
Kraft der Visionen und der Realisation
Bei schamanischen Prozessen geht es sehr oft um Veränderung und Transformation. Unerwünschte Umstände, belastende (oft körperliche oder mentale) Zustände sollen gewandelt, zu einem „besseren“ geändert werden. Dahinter liegt immer ein Ausgleich verschiedener (oft einander entgegenwirkender) Kräfte. Dies erfordert von schamanisch arbeitenden Menschen Kraft – auf körperlicher, mentaler, emotionaler und spiritueller Ebene. Wichtig ist hier vor allem die Vorstellungskraft: „If you can dream it, you can do it“. Erst wenn wir uns etwas vorstellen können, kann es auch Realität werden. Aber wieviel erträumen wir uns, ohne es jemals Realität werden zu lassen. Genauso wichtig ist daher die Umsetzungskraft. In indianischen Kulturen gibt es daher z.B. sehr große Zeremonien, wie die Sonnentänze, die den Menschen dabei behilflich sind, ihre „Träume wach zu tanzen“, also all das, das durch Visionskraft entstanden ist, auch tatsächlich zu verwirklichen.
Die schlechte Nachricht: Diese Fähigkeiten sind uns allerdings nicht in die Wiege gelegt, auch den traditionellen SchamanInnen nicht. Gleich zwei gute Nachrichten: Wir können das üben und erlernen. Und – wir sind nicht auf uns allein gestellt!
Schamanisch arbeitende Menschen nützen eine Vielzahl an Kraftquellen. Sie nehmen Kontakt zu helfenden und unterstützenden Kräften in der Natur und in spirituellen Welten auf. (Näheres dazu auch in den Kapiteln „Die 20 Kräfte der Welt“ sowie „Die Krafttierreise“ im Audio-Workshop „Der Unsichtbare Schamane“). Sie nutzen ihre Sinne, um auf vielfältigste Art wahrzunehmen und daraufhin sinnvoll zu wandeln, zu drehen, auszugleichen, zu transformieren (gute Anregungen dazu auch im Kapitel „Die schamanischen Sinne“ im Audio-Workshop „Der Unsichtbare Schamane“).
In den schamanischen Wochentipps geben wir Anregungen, um das Potential der Visions-, Umsetzungs-, und Transformationskraft zu veranschaulichen und zu fördern.
Kernsatz: Manche Menschen sehen die Dinge, so wie sie sind – und fragen: Warum? Ich erträume Dinge, die es noch nie gegeben hat, und frage: Warum eigentlich nicht?” George Bernard Shaw

